Kronen Zeitung, 30. Dezember 2011
Heim tauschen und günstig in den Urlaub fahren.

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Kurier, 2. Juli 2011
Ein Urlaub der anderen Art

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Kleine Zeitung, 28. Jänner 2010
Mein Reich sei dein Reich


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Salzburger Nachrichten, 26. September 2009
Tausche eigene vier Wände

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Österreich
Österreich, 29. Mai 2009
Haustausch statt Hotel

Tauschbörsen boomen, denn Häuser-Tausch schont das Urlaubsbudget.
Wer in schönem Ambiente Urlaub machen und dabei kein Geld ausgeben will, sollte es heuer einmal mit dem Häuser- oder Wohnungstausch mit Gleichgesinnten probieren. Im Internet boomen derzeit die Tauschbörsen für Häuser und Wohnungen. Das Prinzip ist denkbar einfach: Für die Urlaubszeit tauscht man mit einem anderen Haus- oder Wohnungsbesitzer in der Stadt oder dem Land seiner Wahl den Wohnsitz.

Tauschbörsen
Dafür, dass sich nur seriöse Partner treffen, sorgen professionelle Tauschbörsen. Annemarie Stebel von HomeLink, der größten Tauschplattform der Welt: „HomeLink gibt es in den USA seit 1953, in Österreich sind wir seit 1993 aktiv – und wir hatten nicht einen Fall von Diebstahl oder Vandalismus. Die Tauschpartner wollen ihr Zuhause ja auch so vorfinden, wie sie es verlassen haben.“ Wohnungstausch-Anbieter: Die wichtigsten Wohnungstauschanbieter finden Sie im Internet: www.homelink.at (112 Euro/Jahr Mitgliedsbeitrag).


 


Kurier, 23. Mai 2009
Auf der ganzen Welt zu Hause

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Wiener Zeitung, 19. November 2007 (auszugsweise)
Tausche Penthouse gegen Blockhaus

Von Claudia Jörg-Brosche

Wohnungstausch ist die billigste und komfortabelste Urlaubsform: Wer bereit ist, die eigenen vier Wände einer Gastfamilie zu überlassen, der bekommt im Gegenzug ein Gratis-Urlaubsquartier samt House-Sitter, Blumengießer und Einbruchschutz.

Sie kennen sich nicht, haben sich noch nie gesehen und sind sich trotzdem irgendwie vertraut, denn sie tauschen ihre eigenen vier Wände. Stadtwohnung gegen Landsitz, Strandbungalow gegen Almhütte, Penthouse gegen Blockhaus; Neulengbach gegen London, Wien gegen Domodossola, Tirol gegen Kalifornien.

„In meinem Bett liegt aber dennoch kein wildfremder Mensch, von meinem Teller isst keine völlig unbekannte Familie“, meint Karl Exler, begeisterter Wohnungstauscher seit mehreren Jahren. „Sind wir einmal so weit, dass wir jeweils im Haus der Partnerfamilie ankommen, kennen wir einander, denn davor gab’s zahlreiche E-Mails oder Telefonate. Haustausch funktioniert auf einer großen, gegenseitigen Vertrauensbasis – und die verbindet so sehr, dass man sein Haus schlussendlich keinem Fremden, sondern fast einem guten, alten Bekannten überlässt.“

Was für viele unvorstellbar ist – die eigene Bleibe einer fremden Familie kostenlos auf Zeit zu überlassen –, findet immer mehr begeisterte Anhänger. HomeLink International etwa, die weltweit größte Tauschorganisation, offerierte im Jahr 1993 rund 8000 Tauschangebote, 2001 waren es 11.200, aktuell sind es rund 13.000 Objekte. Als HomeLink 1993 in Österreich begann, den heimischen Markt zu erobern, zählte man 23 aktive Teilnehmer in der Alpenrepublik.

Vorteile überwiegen. Die Argumente für einen Wohnungstausch liegen auf der Hand: Nummer 1: der Kostenfaktor. Zum Nulltarif wird einem eine überkomplett eingerichtete (Ferien-)Wohnung mit allem drum und dran überlassen. 2. Der Punkt Komfort: dieser ist nämlich in einem Tausch-Domizil besonders groß – da kann kein Hotel, Appartement oder Ferienhaus mithalten. Platz und Annehmlichkeiten gibt’s – einem komplett eingerichteten Haushalt entsprechend – wie zu Hause: Waschmaschine, Geschirrspüler, komplette Einrichtung, Spielsachen für Kinder, Terrasse, Garten, Fahrräder, Computer usw.

„In Hotels oder Ferienappartements gilt oft das Motto: Urlaub ist wie zu Hause nur ein bisschen ungemütlicher“, grinst der Tauschbegeisterte Karl Exler. „Ein Tauschdomizil hingegen, in dem tatsächlich Menschen leben, ist so komfortabel oder sogar noch besser ausgestattet als das eigene Heim.“ Exlers Begeisterung ist verständlich: oft ist auch ein privater Pool, der dienstbare Geist oder das Auto der Gastfamilie Gegenstand des Tausches.

Pluspunkt Nummer 3: die Sicherheit für das eigene Heim während des Urlaubs. Denn Bewohner sind der beste Einbruchschutz! Die in die eigene Wohnung eingezogene Tauschfamilie stellt kostenlos den House-Sitter, Blumengießer oder Postkastl-Entleerer und übernimmt auch die Versorgung von Haustieren. Aber keine Angst vor unerwarteten Rottweilern! Haustiere bzw. „Pets“ sind in den Tauschbüchern und einschlägigen Internet-Portalen extra angeführt – meist handelt es sich um Katzen, Hasen, Hamster oder Meerschweinchen.

Zu guter Letzt freuen sich passionierte Haustauscher über einen intensiven Kontakt zum Gastland: Bei keiner anderen Urlaubsform hat man einen so direkten Zugang zu Kultur und Lebensweise der Bewohner. Zumeist sind Nachbarn, Familienmitglieder oder Freunde der Gastfamilie als Empfangskomitee und Ansprechpartner für alle Belange abgestellt.

So wird’s gemacht. Professionelle Tauschbörsen agieren weltweit, entweder nur übers Internet oder zusätzlich mit dicken Tauschbüchern. Bei allen Tauschbörsen gilt: man muss zunächst Mitglied und selber in die Datenbank aufgenommen werden (zumeist gegen eine geringe Gebühr), um an die Adresse von tauschwilligen Partnern zu kommen. Das dient zum Schutz vor ungewünschten Zugriffen. Die Organisation ist dabei ausschließlich Plattform für gegenseitige Kontakte und übernimmt keinerlei Vermittlungen, die Suche nach einem tauschwilligen Partner mit geeignetem Tausch-Domizil muss der Einzelne selber übernehmen.

Die Tauschangebote sind übersichtlich nach Ländern und Regionen geordnet und mit Suchbegriffen versehen – so kommen Interessenten leicht ans Ziel. Die Suche übers Internet ist wesentlich einfacher als das Studium der dicken Tauschbücher (mit einem Irrgarten an unverständlichen Abkürzungen). Die einzelnen Tauschanzeigen enthalten nicht nur Namen, Anschrift, Beruf, Familiengröße und Alter der Kinder (um ein optimales Pendant zu finden), sondern auch eine Beschreibung der Wohnung (meist illustriert), der Umgebung und Angaben zum gewünschten Ferienzeitraum bzw. Reiseziel.

Mitunter fällt einem ein Tauschangebot auch buchstäblich in den Schoß. Tauschprofi Exler: „Wir hatten eigentlich nie vor, in die USA zu reisen. Doch dann kam da ein Mail aus Florida. Was soll ich sagen: Es wurde der Traumurlaub schlechthin!“

Die Tauschpartner. Die genauen Tauschbedingungen mit Termin und Details wie Autoüberlassung, Tierbetreuung, Wäsche, Endreinigung, Schlüsselübergabe usw. werden von den jeweiligen Tauschpartnern selber vereinbart. (Auf der Website gibt es vorgefertigte Formulare).

Getauscht wird prinzipiell nur gegenseitig zwischen den beiden Partnern, einen „Dreieckstausch“ gibt es zugunsten des Prinzips „Vertrauen gegen Vertrauen“ nicht! Denn das ist der Schlüssel zum Erfolg, der in der Tat funktioniert. Die Erfahrungen der Teilnehmer sind überwiegend gut: Laut einer internen HomeLink-Umfrage würden sich 98 Prozent der Mitglieder jederzeit wieder für diese Ferienart entscheiden.

Dennoch kann niemand garantieren, dass alles glatt über die Bühne geht. Wer kommt im Ernstfall für Schäden auf? „Tauschpartner passen besonders gut auf das fremde Eigentum auf. Doch es kann schon passieren, dass mal eine Vase zu Bruch geht – so wie zu Hause auch“, erklärt Annemarie Stebel von HomeLink Österreich. „Bagatellen werden in der Regel vor Ort selber ersetzt. Für einen Autotausch empfiehlt sich der Abschluss einer (Kurz-)Kaskoversicherung, bei Reisen außerhalb Europas eine Privathaftpflichtversicherung – sofern diese nicht in einem Kreditkartenvertrag enthalten ist.“

Wo gibt’s Tauschhäuser? Traditionell ist in den angloamerikanischen Staaten der Tauschwille besonders stark. Doch Haustausch wird weltweit offeriert, wobei Mittel- und Westeuropa (Schwerpunkt Großbritannien und Frankreich), Australien mit Neuseeland, die USA und Kanada dominieren.

Als Österreicher hat man ausgezeichnete Chancen, einen Tauschpartner zu finden: die großen Kulturstädte sowie die Alpenregionen sind weltweit sehr beliebt. Annemarie Stebel von HomeLink Österreich: „Unsere Mitglieder haben keine Probleme, internationale Tauschpartner zu finden! In Salzburg, Tirol und Vorarlberg übersteigt die Nachfrage sogar deutlich das Tauschangebot!“

An Objekten ist alles vertreten – von der Stadtwohnung bis zur Strandvilla, von der urigen Almhütte bis zur Luxusvilla. Die Auswahl an Feriendomizilen ist enorm, wobei in der Mehrheit sehr hochwertige Domizile angeboten werden! Ein kurzer Blick in die Tauschbücher oder Internetbörsen zeigt: Die Mitglieder leben in sehr gut situierten bis luxuriösen Verhältnissen, sie arbeiten oft in akademischen Berufen, wobei Lehrer überdurchschnittlich stark vertreten sind. Besonders beliebt ist Haustausch bei Familien und Pensionisten, zweitere tauschen ihre Bleibe gerne für günstige Langzeiturlaube. Wer den blumigen Beschreibungen in den Tauschbörsen nicht traut, der kann vom Tauschpartner eine Referenzliste der letzten Gastfamilien verlangen und ihre Meinung einholen.

Rund ein Drittel der Tauschangebote sind Ferienhäuser oder Zweitwohnungen – hier ist (im Gegensatz zu Hauptwohnsitzen) auch ein zeitversetzer Tausch und gegenseitiges Kennenlernen möglich. Auch Bewohner von (Unter)Mietwohnungen dürfen nach dem Mietrechtsgesetz ihre Wohnung tauschen und unentgeltlich einem anderen für eine befristete Zeit überlassen. Denn: Ein Tauschpartner ist ein Gast – und zwar nicht nur rechtlich gesehen!


 


Kurier, 18. Juni 2005
Tausche Wohnung

Der Urlaub im Traumhaus am Meer muss nicht teuer sein. Wer sein eigenes Domizil zur Verfügung stellt, kann dafür aus 13.000 Tauschangeboten auf der ganzen Welt wählen und Urlaub zum Nulltarif machen. Das Angebot reicht von kleinen Apartments in der Stadt bis zu luxuriösen Häusern am Land.

Eine Plattform für den weltweiten Wohnungstausch bietet die gemeinnützige Vereinigung HomeLink. Nur Mitglieder haben einen passwortgeschützten Zugang zu den Tausch-Angeboten. Eine 12-monatige Mitgliedschaft mit Zugang zur Datenbank und Einschaltung des eigenen Tausch-Inserates kostet 82 Euro. Soll auch ein Foto von Haus oder Wohnung auf der Internetseite stehen, kommen noch einmal 20 Euro dazu. Mitglieder können tauschen, so oft sie wollen und so lange sie wollen. Im Tauschvertrag werden Details wie die Zeit der Anreise oder die Schlüsselübergabe geregelt.

Haben sich zwei Hausbesitzer gefunden, nehmen sie Kontakt auf und vereinbaren einen Termin. Auch Mieter können ihre Wohnung tauschen, da sie den Tauschpartner als Gast empfangen und die Wohnung nicht für Geld weitervermieten. Empfehlenswert ist es jedoch, den Vermieter und die Nachbarn über den Tausch zu informieren. Für Misstrauische ist diese Form des Urlaubs nicht geeignet. Da jedoch beide Seiten ihr Heim zur Verfügung stellen, kommen Diebstahl und Vandalismus nicht vor. Geht doch etwas kaputt, müssen dem Tauschpartner die Kosten ersetzt werden. In den meisten Fällen kommt die Haushaltsversicherung (mit Haftpflichtversicherung) für den Schaden auf.

Rund 300 Österreicher sind HomeLink-Mitglieder und tauschen ihre Wohnungen oder Häuser. Etwa die Hälfte überlässt dem Tauschpartner das Ferienhaus am Zweitwohnsitz und muss so nicht zur selben Zeit wie dieser auf Urlaub fahren. Wer zum ersten Mal sein Haus tauschen will, kann auch einen Partner in Österreich suchen und nur für ein Wochenende die eigenen vier Wände gegen ein Haus in den Bergen oder eine Stadtwohnung tauschen.


 


Die Presse, 26.03.2005 (auszugsweise)
Suche Eiffelturm, biete Riesenrad

VON DIRK ENGELHARDT

Ein herrlicher Stuck-Altbau im Herzen des Montmartre-Viertels in Paris. Mit Concierge, freundlichen Nachbarn und genug Platz zum Kuscheln vor dem Kamin. Die Wohnung des Lehrerehepaares René und Salomé Beaujard ist geradezu ideal für einen City-Urlaub à la parisienne. Was man dafür tun muss? Nicht viel, man muss nur die Beaujards im Gegenzug eine Zeit lang in seinem Haus wohnen lassen.

Wohnungstausch stellt längst eine bequeme Alternative zu Hotels und Ferienwohnungen dar. Die organisierte Form des Häuschen-wechsle-dich entstand Anfang der 50er-Jahre in den USA. Damals suchten Universitäts-Dozenten, die kurzfristig an eine neue Hochschule versetzt wurden, nach preiswerten Unterkünften für sich und ihre Familien.

Das System funktioniert denkbar einfach. Während der Abwesenheit überlässt man das eigene Haus den Besitzern eben jener Unterkunft, in der man selbst vorübergehend wohnt. Der Kostenvorteil gegenüber einem herkömmlichen Urlaub liegt auf der Hand: Es müssen weder teure Hotelrechnungen noch Restaurantbesuche bezahlt werden. Denn natürlich darf in der fremden Küche auch gekocht werden. Somit fallen nur Anreise und Lebenshaltungskosten an - und der Mitgliedsbeitrag für die Wohnungstauschagentur.

Die Auswahl an Feriendomizilen ist mittlerweile enorm. Damit Tauschurlauber ein optimales Pendant finden, sind in den Katalogen neben der genauen Adresse und den Besonderheiten der Unterkunft auch die Berufe der Wohnungsinhaber notiert. Schon ein kurzer Blick in die Broschüren zeigt: Ihre Mitglieder leben durchweg in gut situierten Verhältnissen, die Mehrzahl arbeitet in akademischen Berufen. Lehrer sind überdurchschnittlich stark vertreten.

Dabei sind die Erfahrungen der Teilnehmer überwiegend gut. Laut einer internen Umfrage von HomeLink würden sich 98 Prozent der Mitglieder jederzeit wieder für diese Ferienart entscheiden. Antje Wortmann gehört zu den überzeugten Tauschfans: "Eine grandiose Sache. Auch für Leute, die nicht viel Geld verdienen". Die Sprachdozentin verbringt ihre Ferien seit acht Jahren in fremden Wohnungen.

Übrigens: Weder den Verbraucherzentralen noch der Stiftung Warentest sind Beschwerden bekannt. Das mag wohl daran liegen, dass die meisten Wohnungstauscher das Haus eines anderen wie das eines Freundes behandeln.

 

 

Residents of other countries than Austria should visit the international HomeLink website: http://www.homelink.org